Die FREIEN BAUERN Brandenburg haben der neuen Landwirtschaftsministerin Hanka Mittelstädt zum durchschlagenden Erfolg ihrer Initiative für ein besseres Wolfsmanagement gratuliert. „Dass die Anpassung von EU-Schutzstatus und Bundesnaturschutzgesetz sowie die Aufnahme des Wolfes in das Jagdrecht nicht nur von der Agrarministerkonferenz befürwortet wurde, sondern jetzt auch noch Eingang in den Koalitionsvertrag gefunden hat, gibt endlich Grund zur Hoffnung für die leidgeprüften Weidetierhalter“ sagte FREIE-BAUERN-Vorstand Frank Michelchen: „Es ist nur konsequent, dass die Ministerin des Bundeslandes mit der höchsten Wolfsdichte der Welt den totalen Schutz des Großraubtiers durch eine sinnvolle Regulierung ersetzen will – trotzdem muss man feststellen, dass ihre Vorgänger diesen Mut nicht hatten.“ In den vergangenen Jahren habe sich leider auch in Brandenburg ein undurchsichtiges Netzwerk aus Behördenmitarbeitern, Verbandsfunktionären und Freiberuflern etabliert, das von der Ausbreitung der Wölfe profitiert, so der 59jährige Biobauer aus Leibsch im Spreewald: „Sich mit dieser Macht anzulegen und schützend vor die verzweifelte Landbevölkerung zu stellen, erfordert Rückgrat und verdient unsere Unterstützung.“

Die FREIEN BAUERN Brandenburg stellen sich hinter die Entscheidung der neuen Landwirtschaftsministerin Hanka Mittelstädt, die Natur-Wiederherstellungsverordnung der Europäischen Union in ihrem Bundesland vorerst nicht umzusetzen. „Diese Verordnung ist ein theoretisches Konstrukt ohne jeden fachlichen Hintergrund“, sagte FREIE-BAUERN-Geschäftsführer Reinhard Jung: „Mit dem Hinweis auf fehlende rechtliche Vorgaben hat die Ministerin den Finger in die Wunde gelegt und deutlich gemacht, dass ideologiegetriebene Willkür keine Grundlage für verantwortungsvolles Staatshandeln sein kann.“ Bereits die Vorstellung, Natur müsse wiederhergestellt werden, offenbare ein Unverständnis der Brüsseler Bürokraten für ökologische Zusammenhänge, kritisiert der 59jährige Bio-Rindermäster aus Lennewitz in der Prignitz: „Natur ist die gesamte belebte Umwelt und damit auch die von uns Landwirten immer wieder neu gestaltete Kulturlandschaft, hier gibt es keinen definierbaren Ursprungs- oder Endzustand.“ Formuliert werden könnten daher stets nur Ziele, wie wir diese schöne und wertvolle Landschaft gemeinsam weiterentwickeln wollen, so Jung: „Dabei darf allerdings die regionale Versorgung mit Lebensmitteln nicht gefährdet werden.“
Der Bauernbund Brandenburg, Landesgruppe der FREIEN BAUERN, hat auf seiner Mitgliederversammlung gestern in Schönwalde-Glien seinen Präsidenten Marco Hintze einstimmig für weitere vier Jahre im Amt bestätigt. Der 53jährige Landwirt, der in Krielow im Havelland einen Betrieb mit Ackerbau und Rindermast bewirtschaftet, steht der bäuerlichen Berufsvertretung seit 2017 vor. Als seine Stellvertreter gewählt wurden der 38jährige Ackerbauer Lutz Wercham aus dem Oderbruch und – neu im Vorstand – die 26jährige Mutterkuhhalterin Frieda Salzwedel aus Michaelisbruch in der Ostprignitz. Ebenfalls neu in den Vorstand gewählt wurden Timo Scheib aus Biesdorf in Märkisch Oderland, Maik Behrend aus Neuholland in Oberhavel und Yvonne Dorowski aus Leibsch im Spreewald. Sie unterstützen künftig die wiedergewählten Vorstandsmitglieder Thomas Kiesel, Hans-Jürgen Paulsen, Jens Gerloff, Ulf Simon, Dirk Schulze, Frank Michelchen und Matthias Kurth. Unter großem Applaus verabschiedet wurde „Urgestein“ Reinhard Benke aus Mörz in der Mittelmark – er hatte den Bauernbund noch als Stimme der Privatbauern gegen die Übermacht der roten Barone und alten Seilschaften 1993 mitgegründet und gehörte dem Vorstand ganze 32 Jahre an.