Der Bauernbund Brandenburg hat der Landesregierung vorgeworfen, beim Entwurf für den Braunkohleplan Welzow-Süd II die Bedeutung der Landwirtschaft zu missachten. "Sie vernichten hier ein Ertragspotential von einer Milliarde Euro", rechnete Bauernbund-Geschäftsführer Reinhard Jung am zweiten Tag des Erörterungstermins in Cottbus vor, indem er 20 Euro pro Dezitonne Roggen mit durchschnittlich 50 Dezitonnen Roggen pro Hektar und 1000 Hektar von der geplanten Abbaggerung betroffener landwirtschaftlicher Nutzfläche multiplizierte und für die Neubildung von Boden optimistisch 1000 Jahre ansetzte. Der Gegenwert der geförderten Rohbraunkohle rechne sich vielleicht für Vattenfall, einer volkswirtschaftlichen Analyse halte diese Berechnung jedoch nicht stand.
